Ehrenamtliche Seelsorge

Wo kann man sich ehrenamtlich als Seelsorger*in engagieren?

Als ehrenamtliche Seelsorgerin kann man sich in verschiedenen Feldern engagieren: in Krankenhäusern, Altenheimen, Gemeinden, am Flughafen und im Gefängnis, in Schulen und anderen Einrichtungen, in Notfällen, am Telefon und im Chat. Die Seelsorge-Ausbildung für Ehrenamtliche der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) bezieht sich besonders auf die Felder Krankenhaus-, Altenheim- und Gemeindeseelsorge. In den unterschiedlichen Kirchenkreisen werden darüber hinaus verschiedene Schwerpunkte gesetzt, z.B. Notfallseelsorge, Flughafenseelsorge oder Gefängnisseelsorge. Für die Bereiche Schulen und Telefon/Chat-Seelsorge sowie Hospizseelsorge gibt es eigene Ausbildungen.

Was kostet die Seelsorge-Ausbildung?

Für Menschen, die sich mit der Ausbildung in dem Kirchenkreis engagieren, wo sie ihr Ehrenamt ausüben, ist die Ausbildung kostenfrei bzw. wird vom Kirchenkreis übernommen. Wenn man sich in einem anderen Kirchenkreis ausbilden lässt, muss man einen Teilnahme-Beitrag entrichten (im Kirchenkreis Düsseldorf beläuft dieser sich zur Zeit auf ca. 900 Euro).

Muss man evangelisch sein, um an der Seelsorge-Ausbildung teilzunehmen?

Es ist nicht zwingend erforderlich evangelisch zu sein. In den meisten Seelsorgefeldern wird die Mitgliedschaft in einer „offiziellen“ christlichen Kirche (evangelisch, katholisch, orthodox, freikirchlich (sog. ACK-Kirchen) empfohlen.

Wie lange dauert eine Seelsorge-Ausbildung?
Wie endet die Seelsorge-Ausbildung? Gibt es eine PrĂĽfung?

Die Ausbildung dauert meistens ca. ein Jahr mit ca. 15 Stunden monatlich für Schulung, Besuche, Supervision und Mentor*innen-Gespräche. Zum Abschluss der Ausbildung gehört meist ein Abschlussgespräch (Kolloquium).

Welche Voraussetzungen braucht man fĂĽr die Seelsorge-Ausbildung?

Die Seelsorge-Ausbildung richtet sich an Menschen, die

  • andere Menschen im Krankenhaus, im Alter und in Notfällen des Lebens seelsorglich begleiten möchten
  • sich selbst persönlich und spirituell entwickeln und besser kennenlernen möchten
  • ihr Wissen, ihre Zeit und ihren Glauben teilen möchten und
  • neugierig sind, neue Erfahrungen zu machen.

Wie wird ĂĽber die Teilnahme an der Seelsorge-Ausbildung entschieden?

Im Vorfeld der Ausbildung führt die Ausbildungsleitung mit den Interessierten ausführliche Gespräche, nach denen die Ausbildungsleitung über die Teilnahme entscheidet.

Wie viel Zeit muss ich fĂĽr ein Ehrenamt in der Seelsorge einplanen?

Nach der Ausbildung sollte man ca. 2 Stunden pro Woche fĂĽr das Ehrenamt einplanen, wobei die Erwartungen in den verschiedenen Seelsorgefeldern manchmal unterschiedlich sind.

Richtet sich die Seelsorge-Ausbildung auch an beruflich Mitarbeitende?

Diese Ausbildung ist auch geeignet für beruflich Mitarbeitende der Kirche (z.B. Diakone oder Gemeindepädagoginnen), die im Bereich der Alten- bzw. Altenheimseelsorge oder der Krankenhausseelsorge beruflich mitarbeiten oder dies beabsichtigen. Wer sich neben seinem kirchlichen Beruf in einem anderen Arbeitsfeld als ehrenamtliche Seelsorgerin engagieren möchte, kann grundsätzlich auch teilnehmen.

An wen kann ich mich mit Fragen zur Seelsorge-Ausbildung wenden?

Frau Andrea Gorres und Herr Peter Krogull sind die Ansprechpersonen zu allen Fragen rund um die Ausbildung zum/r Seelsorger*in.